Definition der Peripherieadressen des SINAUT Treibers

Für die Definition der Peripherieadresse klicken Sie auf das Adressen-Config eines Datenpunktelements, selektieren Sie den Treibertyp Sinaut ST7 aus der Combobox und klicken Sie auf Parametrieren.... In dem geöffnetem Panel (siehe Abbildung unten) kann nun die Peripherieadresse des SINAUT Treibers parametriert werden.

Die Peripheriedresse (Referenzstring) kann dabei entweder direkt in "Referenz" eingeben werden, oder mit Hilfe der Comboboxen und Spin-Buttons der einzelnen Komponenten erstellt werden. Der Referenzstring ist folgendermaßen aufgebaut:

<VerbindungsName>.<Teilnehmernummer>.<Objektnummer>.<Byte/Index>

Abbildung 1. Definition einer SINAUT Peripherieadresse

Subindex

Der Subindex des SINAUT Treibers ist abhängig von der Transformationsart. Genauer gesagt, ist dieser nur für die Transformationsart "bit" einstellbar und sein Wertebereich liegt zwischen 0 und 7 (1 Byte). Für alle anderen Transformationsarten ist dieser per Default 0.

Treibernummer

Nummer des zugehörigen Managers, der den SINAUT Treiber startet (z.B. -num 4).

Verbindungs Name

Name des internen Datenpunktes für die Verbindung. Wird nach der Parametrierung des SINAUT Treibers automatisch zur Auswahl bereitgestellt.

Teilnehmer

Teilnehmernummer.

Objekt

Objektnummer. Ein SINAUT-Objekt beinhaltet die Daten eines oder mehrerer Prozessgrößen, wie z.B. Analogwerte, Befehle, Rechenwerte, Statusangaben zu Motoren, Schieber usw..

Byte/Index

Der Byte Index spezifiziert ein Telegramm und zusätzlich den Index innerhalb des organisatorischen Telegramms.

Peripherieadresse für den Zugriff auf organisatorische Daten:

<Master_TIM>.<Teilnehmernummer>.32767.<ORG-Nummer+Byte/Index>

Die Objektnummer 32767 ist für den Zugriff auf organisatorische Daten reserviert.

Beispiel 1

Zugriff auf Teilnehmer 2, Objekt 55, Byte 0:

MasterTIM1.2.55.0

Wenn die Länge z.B. 8 beträgt, dann sind im Telegramm z.B. 2 Werte des Typs float32 enthalten und es sind somit 2 Peripherieadressen mit den Indizes 0 und 4 möglich.

Beispiel 2

Zugriff auf ORG4 für Teilnehmer 2, Byte 1 (ab 0 gezählt), Bit 0.

Das Bit beinhaltet die Information, ob der Teilnehmer 2 über den Master TIM erreichbar ist oder nicht.

Die Peripherieadresse ist folgendermaßen aufgebaut:

MasterTIM1.2.32767.5, Subindex 0, Transformationsart bit.

Für die Bedeutung der einzelnen Indizes jedes Telegramms siehe Unterstützte Telegramme.

Trans.Art

Wählen Sie den Transformationstyp aus der Combobox. Der Transformationstyp ist eine Interpretation der Daten, die vom Master TIM gesendet werden. Die Transformation muss immer mit der Adresse übereinstimmen (wenn z.B. 4 Bytes von dem Teilnehmer gelesen werden, muss die Art der Transformation z.B. int32 sein).

Die folgende Tabelle zeigt die allgemeine Transformation von FB Datentypen zu WinCC OA Datentypen. Per Default ist die Transformationsart undefined eingestellt. Diese soll lediglich den Anwender erinnern, dass eine gültige Transformationsart zu wählen ist. Wird diese nicht auf eine gültige Transformationsart geändert, wird im WinCC OA Log Viewer eine Fehlermeldung ausgegeben.

Symbolischer Funktionsbausteinname (FB, Datenpunkt-Typical) FB-Typ (Transformation) WinCC OA DPE Datentyp Funktion
Bin04B bit/bit32 bit/bit32 ST7-Meldungs-Objekt, 4 Byte Meldungen/Binärinformation
Cnt01D uint28 unsigned/int ST7-Zählwert-Objekt, 1 Zählwert (32 Bit ST1-Format), wird nur in Empfangsrichtung unterstützt
Cnt04D uint28 unsigned/int ST7-Zählwert-Objekt, 4 Zählwerte (32 Bit ST1-Format), wird nur in Empfangsrichtung unterstützt
Set01W int16 int ST7-Sollwert-Objekt, 1 Sollwert (16 Bit) empfangen und aktueller vor-Ort-Sollwert senden
Ana04W int16 int ST7-Analogwert-Objekt, 4 Analogwerte (16Bit-Wert im Format INT)
Cmd01B bit bit ST7-Befehls-Objekt, 1 Byte Befehle (1-aus-8 ST1-Format), es wird nur das Senden von TRUE (1) unterstützt, das Senden von FALSE (0) ist nicht möglich
Par12D float32 float ST7-Parameter-Objekt, max. 12 Doppelworte mit Parametern
Dat_12D float32 float ST7-Daten-Objekt, max. 12 Doppelworten mit beliebigem Dateninhalt.

Alt/Neu-Vergleich

Diese Option kann nur aktiviert werden, wenn die Richtung auf Eingang gesetzt wurde. Diese Option bewirkt, dass Daten nur dann gesendet werden, wenn sie sich geändert haben. Der Vergleich basiert auf Rohdaten ohne eine Konvertierung. Der Alt/Neu-Vergleich und wird bereits mit den von dem Master TIM empfangenen Daten durchgeführt (im Gegensatz zur Glättung wo die Daten bereits Datenpunkten zugewiesen werden). In einem Low-Level-Vergleich werden einzelne Bits der Byte Blöcke mit den alten Werten verglichen und im Falle einer Unstimmigkeit entsprechend ersetzt.

Richtung

Definiert ob die Werte eines Datenpunktelements in die Senderichtung (Ausgang) oder in die Empfangsrichtung (Eingang) übermittelt werden. Alle Befehle werden an eine Zieladresse gesendet bzw. von einer Quelladresse empfangen. Die Ziel-/Quelladresse wird über die Teilnehmernummer, die Objektnummer sowie den Byte/Index genau spezifiziert.

Der spontane Empfangsmodus wird vom SINAUT Treiber unterstützt, Polling dagegen nicht.

Adresse aktiv

Bei angehakter Checkbox "Adresse aktiv" wird die Adresse vom Treiber verwendet (siehe Referenztabellen). Eine inaktive Adresse ist zwar möglich und die Attribute können gesetzt und abgefragt werden, jedoch werden sie vom Treiber nicht verwendet. Das bedeutet, dass für dieses Datenpunktelement keine Werte an das Master TIM gesendet oder vom Master TIM empfangen werden können.