Anlagenmodell Editor

Anlagenmodell Editor

Mit dem Anlagenmodell Editor können auf Basis von CNS Datenstrukturen in Form von Views und Bäumen aufgebaut und verwaltet werden. Diese Nodes können später innerhalb des Projektes verwendet werden. Der Editor kann mittels der folgenden Schaltfläche innerhalb des GEDIs geöffnet werden (mindestens Berechtigungsbit 3 ist erforderlich). Diese befindet sich innerhalb der Liste der Haupt Werkzeugeder GEDI Symbolleiste.

Abbildung: Anlagenmodell Editor Schaltfläche

Was ist CNS?

Bei CNS handelt es sich um das Common Name Service welches es ermöglicht, Datenpunkte bzw. Datenpunktelemente in verschiedenen Views abzubilden. Diese Views bestehen aus Baumstrukturen, worin die gleichen Daten auf unterschiedliche Weise angeordnet werden können, um die verschieden Anforderungen des Benutzers oder der Abteilungen abdecken zu können.

Jeder Datenpunkt bzw. jedes Datenpunktelement eines Systems kann somit dem Knoten eines CNS Baumes zugewiesen werden. Dieser Baum enthält eine hierarchische Struktur aus Knoten welche von einem Root-Knoten ausgeht. Eine View ermöglicht es, einen oder mehrere dieser CNS Bäume abzubilden. WinCC OA unterstützt die Verwendung einer beliebigen Anzahl an Views, um so alle Anwendungsfälle abdecken zu können. Für eine mehrsprachige Anzeige ist es möglich, die Anzeigenamen der Knoten mit Texten in den jeweiligen des Projektes zu hinterlegen. Die Verwendung von CNS Bezeichnern ist ebenfalls für bestehende CTRL Funktionen möglich. Hierunter fallen z.B. dpGet, dpSet, dpConnect, etc. Eine Verwendung innerhalb von Queries ist jedoch nicht möglich!

Abbildung 1. Beispiel CNS Baum

Gründe für die Verwendung von CNS?

Welche Gründe gibt es für die Verwendung von CNS innerhalb eines Projektes? Nachfolgend eine kurze Auflistung guter Gründe, wann CNS verwendet werden kann.

  • Verschiedene Benutzer oder Abteilungen greifen auf Daten (Datenpunkte) zu, benötigen dafür jedoch verschiedene Strukturen.

  • Es ist eine Gruppierung verschiedener Datenpunkte anhand bestimmter Kriterien notwendig, ohne jedoch eine Anpassung der bestehenden Datenpunktstrukturen oder Datenpunktnamen durchführen zu müssen.

  • Eine fest vorgegebene Struktur an Datenpunkttypen (z.B. bedingt durch ein Treiberprotokoll, welches eine definierte Struktur erfordert wie BacNet oder IEC 61850) soll für eine Darstellung mittels grafischer Objekte und für die Verwendung innerhalb von Skripten eine höhere Flexibilität erhalten.

  • Bei der Konvertierung eines Projektes (z.B. von einem Third-Party SCADA) mit flacher Datenstruktur (z.B. Factory Link) ist es einfach, eine logische und flexible Struktur mittels CNS aufzubauen, anstatt die gesamte Datenpunkttyp-Struktur zu überarbeiten, oder mittels Namenskonventionen zu arbeiten.

CNS Struktur

Folgende Strukturen weist das Common Name Service in WinCC OA auf:

  • Der höchste Level eines Knotens, ist das System. Der Systemname des WinCC OA Projektes wird als technischer Name für das CNS verwendet.

  • Ein System kann eine beliebige Anzahl an Views haben.

  • Eine View kann eine beliebige Anzahl an Bäumen beinhalten.

  • Ein Baum ist eine hierarchische Struktur die mit genau einem Root-Knoten beginnt.

  • Ein Knoten kann eine beliebige Anzahl an Child-Knoten besitzen, dadurch ergibt sich die Baumstruktur.

  • Jeder Knoten (oder Child-Knoten) kann auf einen Datenpunkt oder ein Datenpunktelement verweisen.

Adressierung

Views und Knoten können über ihren ID-Pfad angesprochen werden. Dieser Pfad besteht aus den IDs aller übergeordneten Elemente, sowie der ID des jeweiligen Knotens. Der Anzeigename kann nicht zur Adressierung verwendet werden.

[<System>].<View>:[<RootNode>{.<Node>}]

Bei Views in lokalen Systemen kann der Systemname kann auch weggelassen werden, z.B.: ".View1:Node1.Node2"

Knoten welchen Datenpunkte zugewiesen sind, können verwendet werden, um direkt auf ein Datenpunktelement, Config oder Attribut des Datenpunkts zuzugreifen. Ein solcher Pfad hat das folgende Format:

[<System>].<View>:<RootNode>{.<Node>}{.<DPE>}[:<config>[.<detail>[.<attribute>]]]

Adressierungsbeispiele

  • Eine View im lokalen System:

    .Sites:

  • Eine View in einem anderen System:

    System2.Departments:

  • Ein Root-Knoten:

    .Sites:Europe

  • Ein normal Knoten:

    .Sites:Europe.Austria.Vienna.ProductionFacility_1

  • Ein Attribut eines Root-DPEs:

    .Sites:Europe.Austria.Vienna.ProductionFacility_1.:_online.._value

  • Ein normales DPE:

    .Sites:Europe.Austria.Vienna.ProductionFacility_1.MainSwitch.State:

  • Ein Attribut eines normal DPEs: .Sites:Europe.Austria.Vienna.ProductionFacility_1.MainSwitch.State:_online.._value

Common Name Service API

Ein API für die Entwicklung mit CNS ist Bestandteil von WinCC OA und eine Dokumentation dieser Schnittstelle finden Sie innerhalb der WinCC OA API Dokumentation unter < wincc_oa_path >/api/docu/. Öffnen Sie hierfür die index.htm Datei um die vollständige API Dokumentation anzuzeigen.

Kapitel Übersicht

KapitelBeschreibung
Grundlagen Anlagenmodell EditorGrundlegende Informationen und Links zu weiteren Kapiteln.
Voraussetzung und InstallationVoraussetzung für die Verwendung des Common Name Service.
EditorBeschreibung zum Editor-Panel
ViewerBeschreibung zum Viewer-Panel
OPCBeschreibung zum OPC Panel
ModbusBeschreibung zum Modbus-Panel
LogBeschreibung zum Log-Panel
NodetypeBeschreibung zum Nodetype-Panel
Common Name Service Control FunktionenCommon Name Service Control Funktionen