Paneltopologie/Summenmeldung

Ein wesentlicher Bestandteil von WinCC OA liegt in der Definition einer Paneltopologie (Baumstruktur für Anlagenpanels) mit integrierter Summenmeldung beim Anlegen eines neuen Projektes (auch bereits vorhandene Panels können in die Topologie eingebunden werden). Dies bietet speziell im Bereich großer Anlagen eine enorme Vereinfachung. Das Anlegen der Topologie erfolgt über komfortable Bedienpanels. Desweiteren zeigen integrierte Diagnosepanels fehlende bzw. falsche Parametrierungen. Die Paneltopologie/Summenmeldung besteht, wie der Name schon sagt, aus zwei Teilen:

Erstellung einer Paneltopologie: Hierarchische Gliederung aller in einem Projekt vorkommenden Panels. Diese Gliederung bietet speziell bei großen Anlagen eine enorme Vereinfachung. Spezielle Funktionen überprüfen schließlich die angelegte Topologie (z.B. sind die Panels über einzelne Schaltflächen erreichbar, wie in der Paneltopologie definiert).

Automatische Generierung von Summenmeldungen, aufbauend auf der Paneltopologie: Summenmeldungen werden über die ganze Panelhierarchie definiert und ermöglichen eine grafische Hochmeldung von Alarmen in den Panels mit wählbaren Prioritätsbereichen.

Anlagenbilder (Panels) befinden sich im Projektverzeichnis <proj_path>/panels und werden durch Verwendung einer Hierarchie strukturiert, die definiert sein muss. Hierbei ist es sowohl möglich, bereits bestehende Panels in die Topologie einzubinden, als auch neue Panels beim Anlegen einer Paneltopologie zu definieren. Freie Anlagenbilder (z.B. Meldeschirm, Ereignisschirm, ...) sind aus dem ganzen Projekt zugänglich und haben in der Topologie keinen Platz.

Ausgangspunkt der Paneltopologie ist das so genannte StartPanel, welches beliebig gewählt/angelegt werden kann. Von diesem Panel ausgehend baut sich die Paneltopologie auf, die im Grunde einer Baumstruktur (Explorer Ansicht) entspricht. Diese Struktur kann beliebig viele Knoten und Unterknoten aufweisen, die mit erstellten Panels in Verbindung gebracht werden (z.B.: Hauptbilder liegen auf den Knoten, Detailansichten liegen darunter auf dem dazugehörenden Unterknoten). Mit wenigen Mausklicks wird die Paneltopologie in ein Projekt integriert und parametriert. Die so genannten freien Panels, die außerhalb der Topologie existieren, sind ebenfalls über Zwischenknoten strukturiert (dieser Teilbaum wird mit WinCC OA mitgeliefert und kann vom Benutzter editiert bzw. erweitert werden).

Basierend auf der Paneltopologie kann schließlich die Methode zur Generierung von Summenmeldungen eingesetzt werden. Durch Zusammenfassung parametrierter Alarmdatenpunkte, die in den einzelnen Panels einer Topologie verwendet werden, ist die Anzeige von Alarmen (farbliche Visualisierung) möglich, egal auf welchem Panel sie auftreten. Beachten Sie dabei, dass die Alarme in den einzelnen Panels der Paneltopologie quittierbar sein müssen.

Weiters werden verschiedene Objekte für die Navigation und grafische Hochmeldung von Alarmen mitgeliefert. Durch einfache Bedienpanels und die Wahl aus drei verschiedenen Layouts mit drei unterschiedlichen Auflösungen, kann der Benutzer rasch und komfortabel ein Projekt mit zahlreichen Panels, unter Verwendung der Paneltopologie/Summenmeldung, erstellen.

Vorteile

Paneltopologie und Summenmeldung offenbaren dem Benutzer weitere Möglichkeiten, Projekte und Anlagenbilder leichter zu verwalten und zeigen die einfache Bedienerführung, die mit dem Einsatz von WinCC OA erreicht werden kann.

  • Definition einer Hierarchie bestehend aus verschiedenen Panels, die in einem Projekt bereits vorhanden sind bzw. mit Hilfe der Paneltopologie angelegt werden können.
  • Vordefinierte Templates mit den drei gängigsten Auflösungen (1024x768, 1280x1024, 1600x1200) erlauben verschiedene Darstellungsmöglichkeiten.
  • Das Auffinden eines bestimmten Panels ist hiermit jederzeit gewährleistet.
  • Der Anwender findet in der Topologie sehr leicht einen Alarm, obwohl das Root- oder Childpanel, in dem der Alarm ausgelöst wurde, nicht geöffnet ist.
  • Unterstützung vom Multimonitor-Modus mit Default-Vorlage für jeden eingesetzten Monitor und einer individuellen Parametrierung jedes Monitors.