Panel für Verbindungen

Über die Registerkarte Treiber IEC im Systemmanagement-Panel lässt sich das Panel für die Parametrierung der Verbindungen des IEC-Treibers starten:

Ein Klick auf die Schaltfläche IEC 60870 101 Treiber öffnet das folgende Panel, in welchem Sie die Datenpunkte für Ihre Verbindungen anlegen (beispielsweise Gateway1 und Gateway2) und alle Adressen der zugehörigen Fernwirkkomponenten angeben.

Abbildung 1. Panel der IEC-Verbindungen

IEC 60870 101 - Ziel

Parametrierung der Verbindungsdatenpunkte

Wählen Sie hier den zu parametrierenden Datenpunktnamen (Verbindungsnamen) aus der Combobox aus.

Mit einen Klick auf die Schaltfläche Erstellen kann ein neuer Verbindungsdatenpunkt vom Datenpunkttyp _IecConnection erstellt werden. Zulässige Zeichen für einen Verbindungsdatenpunkt sind [a-z,A-Z,0-9,_]. In einem redundanten WinCC OA Projekt wird automatisch ein Datenpunkt mit dem Namen "<Datenpunktname>_2" angelegt.

Mit einem Klick auf Entfernen wird der ausgewählte Verbindungsdatenpunkt entfernt.

Ein Verbindungsdatenpunkt wird erst dann erstellt/entfernt, wenn die Schaltfläche Übernehmen betätigt wurde.

Anmerkung:

Es kann immer nur eine Verbindung gleichzeitig hinzugefügt/gelöscht werden. Erst nach Drücken von Übernehmen kann eine weitere Verbindung hinzugefügt/gelöscht werden!

Verbindungseinstellungen

Anmerkung: Die IEC-Verbindungskonfiguration kann zur Laufzeit nicht geändert werden.

Erlaubt die Parametrierung von einzelnen "physikalischen" Verbindungen.

Gerätename

Name des Geräts sowie dieser in dem Config-Eintrag config entry device_101 (<devname> - Symbolic name) angegeben wurde.

Treibernummer

Die Treibernummer, die für die Verbindung zu den Stationen verwendet wird. Verwenden Sie die Treibernummer bei der Parametrierung der Peripherieadresse.

Link-Adresse

IEC60870 101-Link-Adresse zu der Station.

Ungültig-Bit setzten

Konfiguriert die ungültige Biteinstellung (Invalid Bit) bei Verbindungsverlust Siehe IEC-Treiber interne DP _IecConnection.Config.SetInvalidBit.

Aktiv

Schaltet die parametrierte Verbindungen (in)aktiv.

Lokale Liste

Geben Sie hier die Adressen der Stationen an, die nur über diese Verbindung erreicht werden können (siehe Grundlagen des IEC Treibers). Die Adressen werden im Textfeld unter den Listen angeben. Format ist: "Region.Komponente.Baugruppe.Wert.Subadresse" (= Common Address.Information Object Address, siehe auch Panel zur Definition der Peripherieadressen des IEC Treibers). "*" für einen Wert bedeutet "alle Zahlen zwischen 0 und 255".

Die Schaltflächen erlauben ein Einfügen, Ändern oder Löschen (siehe Standardschaltflächen).

Globale Liste

Geben Sie hier die Adressen aller Stationen, die nicht nur über diese Station (eben Dev1) erreicht werden, sondern auch über andere Stationen. Damit können Sie sich eine mehrfache Parametrierung bei redundanten Verbindungen ersparen. In unserem Beispiel werden dieselben Stationen auch über Stationen mit Adressen, die mit 1.2. und 3.4. beginnen, erreicht.

ACHTUNG: Bei den Adressen der Listen ist zu beachten, dass hier die Adresse ohne Datenart festgelegt wird, während die IEC Busadresse mit der Datenart beginnt (siehe Panel zur Definition der Peripherieadressen). Das ist besonders beim Filtern nach DPs zu beachten.
ACHTUNG: Telegramme, die von der SPS kommen und die nicht in der lokalen oder globalen Liste vorkommen aber für die eine WinCC OA Adresse parametriert ist, werden vom Treiber weiterverarbeitet.
Anmerkung: Wenn man eine Generalabfrage über den Config-Eintrag autoGQ, _DriverCommon oder _IecConnection Datenpunkt auslösen will, darf in der Common Address (ersten 2 Bytes von links) der Lokalen/Globalen Liste kein Wildcard ('*') vorkommen!
Anmerkung: Werden mehrere Verbindungen erstellt, die gleiche Masken (Adressen) in der lokalen bzw. globalen Liste enthalten, so werden die Telegramme immer über alle Pfade geschickt. D.h. die Station erhält die Telegramme öfter als einmal.
Anmerkung: Die Unterscheidung Lokale Liste, Globale Liste spielt im Treiber selbst keine Rolle, für diesen sind beide Listen äquivalent. Die Unterscheidung in lokale und globale Stationen soll nur die Parametrierung erleichtern!
ACHTUNG: Wird in der Peripherieadresse kein expliziter Verbindungsname angegeben, so schickt der Treiber Telegramme nur über eine Verbindung, wenn die Station in der lokalen oder globalen Liste vorkommt. Ansonsten wird der Befehl verworfen.

Status

Zeigt den (DP-globalen) Kommunikationsstatus (States.ConnState) an:

  • 0: Kommunikationsfehler

  • 1: Kommunikation OK

  • 3: Verbindung deaktiviert

  • > 4: Verbindungszustand undefiniert